El Calafate – Ein kleines Paradies und wichtiges Drehkreuz für alle Patagonienreisende!

Einmal ans Ende der Welt, das war für mich lange ein Traum! Auf meiner Südamerikareise machte ich diesen wahr und durfte in Patagonien neben gewaltigen Gletschern und Pinguinkolonien auch die interessante Kultur der Einheimischen erleben:

Von der Hauptstadt Buenos Aires ging es für mich Richtung Süden, genauer gesagt nach El Calafate! Habt ihr noch nie von gehört? Nicht schlimm, so war mir der Ort, bis ich mich genauer mit Patagonien beschäftigte, auch total unbekannt.

Kleinstadt als Ausgangspunkt für zahlreiche Touren

Kleinstadt als Ausgangspunkt für zahlreiche Touren

El Calafate hat etwa 17.000 Einwohner und ist trotz seiner geringen Größe ein touristisches Zentrum für alle Patagonienreisende. Hier starten Touren zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Nationalparks. Vom Flughafen sind es etwa 15 Minuten zur kleinen Stadt in den Südanden. Hier wurde mir direkt bewusst, dass das Klima etwas anders ist, als man es z.B. aus den Bergregionen in Deutschland gewohnt ist. Der Wind fegte mir durch die Haare und seit Tag 1 in Patagonien war die Mütze mein engster Begleiter.

In El Calafate gibt es im Prinzip nur eine Hauptstraße, auf der die wichtigsten Geschäfte angesiedelt sind. Neben zahlreichen Souvenirläden und Tourveranstaltern gibt es auch einige Schokoladengeschäfte, die den vielen Schweizer Einwanderern geschuldet sind.

El Calafate wächst rasant. Erst in den 1940er-Jahren begann mit der Eröffnung des Nationalparks Los Glaciares der Aufschwung der kleinen Stadt mitten im Nirgendwo. Dann strömten immer mehr Touristen in die Stadt, die stetig wuchs und sich in den nächsten Jahren weiter ausdehnen wird.

Nach meiner Ankunft am Mittag machte ich erst einmal einen kleinen Spaziergang durch die Stadt und konnte zum ersten Mal die patagonische Lebenskultur erleben. Warm eingepackt sah ich im Vergleich zu den Einheimischen, die sich bereits an das spezielle Klima gewöhnt und damit arrangiert haben, vielleicht etwas komisch aus.

Naturpark Laguna Nimez mit allerhand Überraschungen – absolut sehenswert!

Naturpark Laguna Nimez mit allerhand Überraschungen – absolut sehenswert!

Als Geheimtipp in El Calafate gilt der Naturpark „Laguna Nimez“, der etwas außerhalb der Stadt direkt am Lago Argentino, dem größten See Argentiniens, liegt. Der Lago Argentino hat eine unglaublich intensive und fast schon unnatürliche blaue Farbe und wird von den umliegenden Gletschern gespeist. Von El Calafate aus ist es ein halbstündiger Spaziergang zum Naturpark. Schon auf den ersten Metern des Rundwegs musste ich direkt meine Kamera herausholen, um die unzähligen Vögel zu fotografieren, die hier ein Zuhause gefunden haben. Über 100 verschiedene Arten an Vögel leben hier. Neben Schwänen und Bussarden sind hier auch chilenische Flamingos zuhause, die es sich in dem kleinen, flachen See gemütlich gemacht haben. Durch die geschützte Lage des Naturparks und der direkten Nähe zum Lago Argentino kann man hier die verschiedenen Tiere in ihrer natürlichen Umgebung sehen. Ebenso interessant sind die Pflanzen, die hier wachsen und in dem sogar deutschsprachigen Prospekt des Naturparks erklärt werden, ein echt super Service!

Naturpark Laguna Nimez mit allerhand Überraschungen – absolut sehenswert!

Der Besuch des Naturparks Laguna Nimez eignet sich hervorragend als Halbtagesausflug. Ich war bereits am ersten Tag nach meiner Ankunft in Patagonien begeistert von der Artenvielfalt der Tiere und der Natur!

Weitere Ausflugsziele sind in der Stadt El Calafate rar. Einzig das „Glaciarium“ etwas außerhalb der Stadt soll recht sehenswert sein, um die Geschichte der Gletscher auf interaktive Art zu erleben. Aufgrund von Zeitmangel und da ich einen Gletscher am nächsten Tag ohnehin besuchen würde, entschied ich mich gegen einen Besuch.

Busbahnhof mit zahlreichen Zielen – einfach, aber gut

Busbahnhof mit zahlreichen Zielen – einfach, aber gut

Die Zeit in Patagonien sollte gut aufgeteilt sein. So sind die Distanzen der einzelnen kleinen Städte und Nationalparks recht groß und die Verkehrsinfrastruktur noch ausbaufähig. Zwar existieren mittlerweile kleine Flughäfen, die meisten Backpacker nutzen aber die einheimischen Busse, mit denen man bequem von A nach B kommt. In El Calafate gibt es einen kleinen Busbahnhof, der auf einem Berg etwa einen Kilometer von der Hauptstraße entfernt liegt. Von hier fahren ca. 1-2-mal täglich Busse in das 6 Stunden entfernte Puerto Natales oder El Chalten. Wichtig: Man sollte hier vorher bereits seine Tickets buchen, da man ansonsten unter Umständen keinen Platz mehr bekommt. Den Reisepass sollte man für Grenzübergänge bereithalten.

El Calafate – Ein kleines Paradies und Drehkreuz

El Calafate ist aufgrund seiner Lage zu diversen Nationalparks und als Ausgangspunkt für Weiterfahrten nach Puerto Natales oder El Chalten ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt in Patagonien und für Touristen auch aufgrund des Naturparks und des einzigartigen Sees definitiv eine Reise wert!

Annika

Annika

Weltenbummler und Autorin

"Ich bin eine echte "Weltentdeckerin". El Calafate – Ein kleines Paradies mit unzähligen Abenteuern, die nur auf dich warten! Mehr über mich und meine Reise ans Ende der Welt findest du auf Instagram und auf meinem Blog."

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